Für alle, die eine Wärmepumpe installieren möchten: Ein Experte erklärt, wann der beste Zeitpunkt dafür ist
Die besorgniserregende Energiekrise und steigende Preise haben viele dazu veranlasst, nach effizienteren und wirtschaftlicheren Heizlösungen zu suchen. Mindaugas Beniušis, Leiter der Abteilung Heizung und Klimatisierung bei Baltic Refrigeration Group, einem Unternehmen für Heiz- und Kühllösungen, ist überzeugt: In einem Gebäude mit hoher Energieeffizienz ist ein korrekt dimensioniertes Luft-Wasser-Heizsystem stets eine gute Investition. Wer über eine Modernisierung nachdenkt, sollte jetzt handeln.
Zuerst muss die Gebäudedichtheit sichergestellt werden
Mit steigenden Gaspreisen beschäftigen sich selbst diejenigen mit einer Heizungsmodernisierung, die diesen Schritt jahrelang aufgeschoben haben. Die Auswahl möglicher Lösungen ist groß – ohne fachkundige Beratung ist es jedoch nicht leicht, die richtige Entscheidung zu treffen.
M. Beniušis weist auf einen häufigen Fehler hin: Viele möchten lediglich die Heiztechnik modernisieren, nicht jedoch das Gebäude selbst. Befindet sich das Haus in einem schlechten energetischen Zustand, rechnet sich die Investition in ein neues Heizsystem unter Umständen nicht. Die Wärme entweicht weiterhin über Fenster, Wände und Türen.
„Man sollte sich zunächst fragen: Möchten Sie Ihr Haus oder die Außenluft heizen? Ist das Gebäude alt und undicht, bleiben die Heizkosten hoch – unabhängig davon, ob Sie sich für Gas oder eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe entscheiden. Deshalb sollte bei Bestandsgebäuden die energetische Sanierung oberste Priorität haben“, erklärt der Experte.
Die energetische Bewertung eines Gebäudes ist laut M. Beniušis ein entscheidender Faktor bei der Planung einer neuen Heizungsanlage. Die Energieeffizienz wird in neun Klassen eingeteilt – von A++ (höchste) bis G (niedrigste). Luft-Wasser-Wärmepumpen arbeiten effizient nicht nur in Gebäuden der höchsten Klassen, sondern auch in Häusern der Klasse B, die in der Regel nach einer umfassenden Sanierung erreicht wird.
Auf Basis der berechneten Wärmeverluste wird der tatsächliche Wärmebedarf ermittelt. Danach richtet sich die erforderliche Leistung der Wärmepumpe. Wird die Energieeffizienz falsch eingeschätzt, kann entweder ein zu schwaches Gerät gewählt werden, das nicht ausreichend heizt, oder ein überdimensioniertes System, das ineffizient arbeitet. In beiden Fällen entstehen unnötige Kosten.
Ist das Gebäude luftdicht, frei von Wärmebrücken und energetisch hochwertig, werden die Räume schneller auf die gewünschte Temperatur gebracht. Der Vorteil ist doppelt: Es genügt ein Gerät mit geringerer Leistung, und die Heizkosten bleiben niedrig.
Stromverbrauch gezielt senken
Wer zusätzlich sparen möchte, sollte laut dem Experten auf eine Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaikanlage setzen.
„Die Wärmepumpe wird mit Strom betrieben. Durch eine eigene Solaranlage lassen sich diese Kosten teilweise kompensieren. So können nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer – etwa für die Warmwasserbereitung – die Energiekosten deutlich gesenkt werden“, erklärt der Vertreter von Baltic Refrigeration Group.
Weitere Einsparungen ermöglichen moderne Steuerungstechnologien, etwa die Anpassung des Betriebs an die Außentemperaturkurve oder der Einsatz von Raumthermostaten. Diese sorgen für einen gleichmäßigen und effizienten Betrieb.
Besonders beliebt bei den Kunden ist die NØRDIS „Optimus Pro Split“-Serie. Diese Luft-Wasser-Wärmepumpen dienen sowohl der Raumheizung als auch der Warmwasserbereitung und nutzen die in der Außenluft enthaltene Energie. Sie sorgen im Winter für angenehme Wärme und das ganze Jahr über für Warmwasser.
Die NØRDIS „Optimus Pro Split“-Serie basiert auf moderner Gleichstromtechnologie. Diese optimiert den Systembetrieb und gewährleistet selbst bei Außentemperaturen von bis zu -25 °C eine effiziente Wärmeversorgung bei minimalem Stromverbrauch.
Das System ist kompatibel mit Fußbodenheizung, Heizkörpern, Gebläsekonvektoren und Warmwasserspeichern. Eine vollständige Umrüstung der bestehenden Heizungsanlage ist daher nicht erforderlich.
„Auf dem Markt gibt es sehr teure Wärmepumpen, qualitativ stehen NØRDIS Geräte diesen jedoch in nichts nach – sie sind lediglich preislich attraktiver. Sowohl Installateure als auch Endkunden loben besonders den leisen Betrieb“, so M. Beniušis.
Nicht nur wirtschaftliche Vorteile zählen
Der Erfolg von Luft-Wasser-Wärmepumpen ist zwar eng mit wirtschaftlichen Vorteilen verbunden, doch laut dem Experten ist dies nicht der einzige Grund für ihre Beliebtheit. Besonders geschätzt wird der Komfort – vor allem von ehemaligen Nutzern von Festbrennstoffheizungen.
„Vor der Krise waren die Preise für Brennholz niedrig, sodass diese Heizform günstig erschien. Doch wer möchte ständig Holz nachlegen und den Heizraum reinigen, wenn man komfortabel und ohne Aufwand heizen kann? Mit einer Wärmepumpe arbeitet nicht der Mensch für die Heizung – sondern die Heizung für den Menschen. Kein Holzhacken, kein Lagern, kein ständiges Nachlegen. Wärmepumpen sparen nicht nur Geld, sondern auch Zeit“, sagt M. Beniušis.
Im Vergleich zu Gasheizungen bieten Luft-Wasser-Systeme zudem Vorteile bei Planung und Installation.
„Für eine Gasheizung benötigt man geeignete Räumlichkeiten, ein genehmigtes Projekt und umfangreiche Installationsarbeiten. Genehmigungen, Planung und Messungen nehmen viel Zeit in Anspruch. Mit einer Wärmepumpe ist es einfacher. Ein Fachberater hilft bei der Auswahl, und die Installation dauert in der Regel nur ein bis zwei Tage. Außerdem sollte man an die Zukunft denken: Wer eine Photovoltaikanlage plant, kann mit einer Gasheizung keine zusätzlichen Einsparungen erzielen“, erklärt der Experte.
Der Trend betrifft inzwischen nicht nur private Hausbesitzer. Auch Eigentümer von Gewerbeimmobilien modernisieren zunehmend ihre Heizsysteme. Diese Entwicklung hat Baltic Refrigeration Group dazu veranlasst, das Sortiment um leistungsstärkere Luft-Wasser-Wärmepumpen zu erweitern.
„Bisher konnten wir Systeme bis 16 kW anbieten. In Kürze werden wir auch 30-kW-Anlagen liefern, die kaskadiert werden können und Leistungen von bis zu 180 kW erreichen. Die Nachfrage steigt – und wir reagieren darauf“, so M. Beniušis.











